Verfasst von: Srećko Ignjatović
Das Dokument, das wir veröffentlichen werden, wurde rein zufällig aufbewahrt und stammt aus dem Jahr 1985. Tatsächlich bereiteten die Arbeiter des Bahnhofs Sarajevo Anfang 1996 eilig die Inbetriebnahme der ersten Nachkriegszüge vor. Beim Aufräumen des Büros des Stationsleiters, zwischen einer Menge an Dokumenten, die eilig in Müllsäcke geworfen wurden, befand sich auch das erwähnte Dokument, das (vom Verfasser dieser Zeilen gerettet) als äußerst wertvoll und interessant für zukünftige Forschungen galt.

Die Liste besteht aus einer Generation von Eisenbahnarbeitern, die ein Jahr vor den Winterspielen in Sarajevo 1984 eine immense Arbeit auf sich genommen und diese mit großem Enthusiasmus erledigt haben. Unter ihnen befinden sich Arbeiter aus dem fünften, sechsten und siebten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts, die auf der Schmalspurbahn nach Sarajevo kamen, als Anfahrt ćirom erfolgte, beziehungsweise eine Generation von Beschäftigten, als Sarajevo auf normalem Gleiskörper mit der Save verbunden wurde (Strizivojno Vrpolje 1947.) und später mit der Adriaküste (Ploče 1966.)
Die Mehrzahl der Arbeiter auf der Liste gehört zur jüngeren Generation (Beschäftigte der 70er und 80er Jahre), ebenso wie zu den Neueinstellungen, die ihren ersten unbefristeten Arbeitsplatz begründet haben. In jener Zeit, als die Arbeiterklasse allgemein als goldene Periode angesehen wurde, bauten alle zusammen besonderes Vertrauen zueinander auf, wuchsen gemeinsam auf und formten sich in der Rolle eines guten und gewissenhaften Eisenbahners. Im sozialistischen System war der ‚Staatsbahnfahrer‘ außerordentlich geschätzt und auf angemessene Weise geschützt, und sie betrachteten ihre Arbeit niemals als Belastung oder sahen sich Gedanken über die Höhe ihres Einkommens machen, weil alles pünktlich lief — mit der Verteilung von Überstunden und Urlaubsgeld.

Die Liste enthält die Arbeiter, die unmittelbare Teilnehmer am Eisenbahnverkehr sind, und schließt die Arbeiter der „gemeinsamen“ Dienste aus (Rechts- und Personalangelegenheiten, Wirtschaft usw.). Eine detaillierte Überprüfung der Stellvertretenden, nach dem Krieg (1992–1995), gemäß der neuen Systematisierung, schloss aus: Telegrafisten, Fahrmanipulatoren, Begleitpersonen bei Salonwagen, Zugbegleiter (Kapitäne bei den Dienstzügen Bosna Express), Bediener der Audio-Video-Systeme (bei den Olympischen Zügen), Sprecher, Lagerarbeiter, Wäscherei- und Bekleidungspersonal, Lampenwärter, Gebäudesicherheitskräfte (bewaffnete Wachleute), Fahrzeuglader (Rampen für das Beladen von Autos in die Serienwagen ‚Lackx‘), Bahnsteigreinigungskräfte usw. [ENDE DER ÜBERSETZUNG]
Bezüglich des Personalbestands in bestimmten Berufen, zum Beispiel bei den Triebfahrzeugführern, waren damals 125 Dienstkräfte tätig (bis Ende 1991 insgesamt 142). Nach der neuen Systematisierung sind etwa 20 Mitarbeitende pro Beruf des Triebfahrzeugführers eingeplant, und heute (2023) sind es etwa 10 bis 12 aktive. Das gleiche gilt auch für die anderen Berufe.
Beim Lesen der Liste erinnere ich mich gerne an diese Freunde aus unserer Zeit, von denen viele nicht mehr bei uns sind. In meinem Beruf waren sie eine große Unterstützung und Hilfe, und sie waren großzügig mit ihrer Zeit und ihren Erfahrungen. Wenn ich jemanden der Überlebenden treffe, hat jeder seine eigene Geschichte, und jeder trägt sie auf seine Weise. Für die verstorbenen Freunde „Ruhe in Frieden“, und wir, die wir langsam auf dieser Welt dem Tod entgegengehen, „Leben in Frieden“.
Das Originaldokument stammt aus einem persönlichen Archivbestand und kann über die Fotogalerie dieses Artikels eingesehen werden.
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