
Wir veröffentlichen einige Fotografien vom Dreh des Films „Der letzte Weichensteller der engen Gleise“ aus dem Jahr 1985. Der Film wurde vom 15. Juli bis zum 31. August 1985 gedreht und trug den Arbeitstitel „Der große Weichensteller der engen Gleise“.
Die Handlung ist in einem kleinen bosnisch-herzegowinischen Ort (Station Komar – im Film trägt er den Namen „Brezovi dani“) angesiedelt, in dem die lokale Schmalspurbahn die einzige Verbindung zur Außenwelt darstellt. Der Spannungsbogen beschreibt den Versuch der Bewohner, sich an die Stilllegung der Bahn anzupassen.

Der Film wurde am Bahnhof Komar auf der Schmalspurbahn aufgenommen, auf dem 48. Kilometer vom Bahnhof Lašva entfernt, und erstreckt sich bis zum Bahnhof Donji Vakuf. Diese Bahnstrecke wurde im Oktober 1894 gebaut und im Juli 1975 eingestellt. Da der Film 1985 gedreht wurde, wurde für die Dreharbeiten die gesamte notwendige Infrastruktur errichtet, einschließlich Gleise, Weichen, Signalanlagen, Hilfsgebäude und Bahnhofshäuser mit überzeugenden Details sowohl von außen als auch von innen. Ebenso wurde eine Dampflokomotive der Serie 83, mit einem LKW – einer Schwanenkastenmaschine – aus Banovići herangeschafft, aufgetankt und stand für die Dreharbeiten bereit. Nach Skizzen für die täglichen Dreharbeiten auf diesem kleinen Bereich des Bahnhofs „Brezovi dani“ versammelte sich das komplette Filmteam mit Schauspielern und Statisten.
Heute, (2019), an dem Ort, an dem einst der Bahnhof Komar war und wo der legendäre Film gedreht wurde, ist vom Bahnhof und dem dazugehörigen Tunnel absolut nichts mehr übrig geblieben. Das Gebäude wurde bis auf die Grundmauern abgerissen, und jetzt ist dort eine Lichtung. Der Tunnel existiert noch, ist jedoch in der Mitte vollständig eingestürzt. Die Ursache für diesen traurigen Zustand ist der letzte Krieg aus unserer nahen Vergangenheit.
Na Schluss sei erwähnt, dass der Film von Vesna Ljubić inszeniert wurde, einer bekannten bosnisch-herzegowinischen Regisseurin, die in ihren Filmen eine unauslöschliche Spur in der bosnisch-herzegowinischen Kinokunst hinterlassen hat.
Hiermit möchten wir uns beim Autor, Herrn Ajdin Fevza Braci, für die zur Verfügung gestellten Fotografien bedanken. Der Fotograf ist seit vielen Jahren Bahnmitarbeiter und war während der Dreharbeiten einer der technischen und fachlichen Berater.