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Analyse der Rechtfertigung für die Abschaffung des Bahnhofs Sarajevo 0,76 m, Januar 1968.

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Sehr geehrte Besucher der Webseite vremeplov.ba!

Bei dieser Gelegenheit, exklusiv, präsentieren wir durch ein Archivdokument die endgültige Antwort auf die Rechtfertigung zur Abschaffung der Schmalspurbahnen mit einer Spurweite von 0,76 m in der Stadt Sarajevo, zu denen die engen Bahnhöfe Sarajevo, Alipašin Most und Bistrik gehörten. Die Annahme des Modernisierungsprogramms der JŽ im Jahr 1964 umfasste auch die massenhafte Abschaffung schmalspuriger und unrentabler Strecken in ganz Jugoslawien. Damals gründete das Eisenbahn-Transportunternehmen Sarajevo das „Büro für Studien und Analysen“, dessen Hauptaufgabe es ist, durch eine wissenschaftliche Analyse die grundlegenden Elemente und Indikatoren der Unrentabilität dieser Verkehrsform zu untersuchen, was letztlich Einfluss auf die Überlegungen und den Vorschlag zur endgültigen Einstellung der Schmalspurbahn in den Knotenpunkt Sarajevo haben wird.

Man sollte in Erinnerung rufen, dass durch den Bau der Normalspurstrecken Šamac – Sarajevo im Jahr 1947 und die Normalisierung der Strecke Sarajevo – Ploče im Jahr 1966 der alte Bahnhof Sarajevo sowie der Bahnhof Alipašin Most, mit aller bestehenden Infrastruktur, zu Engpässen bei der Beförderung von Passagieren sowie Express- und Tagesgütern werden. Dies geschah alles im Zusammenhang mit der Abschaffung der Schmalspurbahn in Richtung Mostar und Zenica, später auch für Visegrad. Ebenso wird vorgeschlagen, die Vielzahl an schmalspurigen Industrie- und Manipulationsspuren zu demontieren und durch Normalspurgleise zu ersetzen, um den Bedürfnissen größerer „Arbeitsorganisationen“ gerecht zu werden, die sich in der Nähe des Bahnknotens befinden, wie z.B.: Energoinvest, RO Vaso Miskin Crni, Draht- und Nägelwerk, Paromlin, Tabakfabrik usw.

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Beim Lesen des Textes aus der durchgeführten Analyse des genannten Büros können Sie einen „hellen Fleck“ feststellen. Es wurde nämlich festgestellt, dass die Station Bistrik in den letzten Jahren (d.h. 1965/66 und 1967) eine Tendenz zur Zunahme bei der Anzahl der versandten Passagiere sowie beim Gesamtvolumen des verladenen und entladenen Personen- und Güterverkehrs aufweist. Tatsächlich halten sie die Station Bistrik am Leben und schlagen vor, sie weiterhin für den Personenverkehr nach Višegrad geöffnet zu lassen. Die einzige Bedingung ist, dass auf dem neuen Standort mobile Gebäude für die Bedürfnisse der Passagiere, des Gepäcks und der Expresswaren errichtet werden (da definitiv die schmalen Stationen Sarajevo und Alipašin Most aufgehoben werden) und als günstigste Variante wurde die Lage bei Čengić Vila gewählt. Ebenso konnte die Station Bistrik mit dem damaligen Warenlager die vorgesehenen Anforderungen an die Handhabung der Waren nicht erfüllen, weshalb der Bau eines neuen mobilen Warenlagers vorgeschlagen wird. Wie bekannt ist, wurde die Station Bistrik (erbaut und 1906 in Betrieb genommen) Mitte 1978 außer Betrieb gesetzt.

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Kurz zur Geschichte: Die schmalspurige Strecke Sarajevo – Ploče wurde am 01.06.1967 etapasweise aufgehoben, Zenica – Doboj am 01. April 1968, die Strecke Sarajevo – Lašva am 26. Mai 1969, Lašva – Zenica am 01. Juni 1975, Gabela – Dubrovnik am 01. Juni 1976 und Sarajevo (Čengić Vila) – Višegrad am 01. August 1978. Faktisch gilt der 1. August 1978, als der Tag, an dem der letzte Zug aus Višegrad in den Bahnhof Čengić Vila fuhr, als endgültiger Tag, Monat und Jahr der Abschaffung der Schmalspurbahn in Bosnien und Herzegowina.

Abschließend, wie kann man die Mühe unserer Großväter und Väter vergessen, die mit ihrem Schweißt haben die Grundlagen dieser Eisenbahnstrecken und anderer, die sie gewartet und gepflegt haben, geschaffen. Wie kann man die Teams der Eisenbahner vieler Bahnhöfe bei der Annahme und Abfahrt der Züge vergessen, an der Spitze mit den Bahnhofsvorstehern, den durchdringenden Klang der Lippenpfeife des Zugbegleiters, den Conduktoren mit lauter Stimme und dem Ruf „Einfahrt, bitte“, und den Lokführern, die zu diesem Zeitpunkt den Überdruck aus dem Kessel ablassen und mit dem scharfen Klang der Lokpfeife die Abfahrt des Zuges anzeigen? Ja, von Herzen ein großes DANKESCHÖN.

Geschätzte Besucher, wir empfehlen Ihnen herzlich, das angebotene Archivdokument zu lesen, um sich kurz an die eisenbahngeschichte unserer Heimat zu erinnern oder (jüngere) etwas daraus zu lernen.

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Für die Ansicht des Hefts klicken Sie auf das PDF-Dokument (12MB):

 

 

Im Anhang finden Sie die Galerie ausgewählter Fotos zum Artikel A, als Teil der umfangreichen Galerie „Schmalspurbahn“.

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